Muppenhaff

Qualitätslabel

Der gezielte therapeutische oder pädagogische Einsatz von Hunden steht erst an seinen Anfängen und bisher gemachte Erfahrungen haben schon gezeigt, dass bestimmte Rahmenbedingungen unerlässlich sind, denn im Moment ist der therapeutische Einsatz eines Hundes noch nicht geregelt.

Um einen Hund regelmäßig und ohne ihn zu überfordern im Mensch-Hundeteam einzusetzen und um für alle „Parteien“, also Klienten, Patienten, Bewohner, Schüler, Therapeuten / Pädagogen, aber vor allem auch für die Hunde einen sinnvollen Nutzen aus der tiergestützten Arbeit zu ziehen, muss der jeweilige Hundebesitzer seinen Hund genauestens einschätzen können. Zwischen Hund und Besitzer soll eine enge, vertrauensvolle Bindung bestehen, welche auf gegenseitigem Verständnis aufgebaut ist.

Es müssen also gewisse Mindestanforderungen zur Qualitätssicherung erfüllt sein, denn der Schutz der Patienten, Kinder, Bewohner der Institution und des Hundes sind oberstes Gebot.

Viele Pädagogen und Therapeuten gehen sehr verantwortungsvoll an diese neue Herausforderung heran und haben verstanden, dass das Arbeiten mit dem Tier gewissen ethischen und kynologischen Normen entsprechen muss. Der Besuch einer gemeinsamen Ausbildung, sowie die Teilnahme an Fortbildungen kann das Mensch-Hundeteam auf seine Aufgaben vorbereiten, ohne den Hund zu überfordern.

Zum Wohle der Tiere stellen wir ein Qualitätslabel vor, welches den langfristigen „gelungenen“ Einsatz von Hunden in Institutionen „ermöglicht“.

Der Grundgedanke des Labels „Faires Miteinander“ ist es die Bemühungen der verantwortungsvollen Pädagogen und Therapeuten hervorzuheben und nach außen sichtbar zu machen.

Die Kriterien das Label tragen und in Prospekten oder Homepage benutzen zu dürfen sind im Folgenden aufgelistet:

  • Der Hund muss Freude am Umgang mit Menschen haben
  • Der Besitzer hat gemeinsam mit seinem Hund eine fundierte Ausbildung absolviert, in der beide auf die späteren Aufgaben vorbereitet wurden und beide gelernt haben sich aufeinander verlassen zu können. (Eine einfache Begleithundeprüfung reicht nicht aus, um den Hund an seinen späteren Aufgabenbereich heranzuführen)
  • Es darf nur mit dem eigenen Hund, also nicht mit einem „Leihhund“ gearbeitet werden
  • Der Besitzer ist in der Erkennung und im Management von Stress und Überforderung des Hundes geschult. Er verfügt über das nötige kynologische Wissen um die Voraussetzungen schaffen zu können, dass sein Hund sich in seinem Aufgabenbereich wohl fühlt
  • Die Ausbildung von Hund UND Besitzer hat über einen längeren Zeitraum stattgefunden, in welchem Bindung und Vertrauen zueinander aufgebaut werden konnten
  • Die natürlichen Bedürfnisse des einzelnen Hundes werden berücksichtigt und für jeden Hund einzeln definiert. Er darf nicht instrumentalisiert werden und muss immer Hund bleiben können. Der Zeitraum des wöchentlichen Einsatzes des Hundes wird je nach Hund festgesetzt
  • Der Hundebesitzer hat eine mindestens zweijährige Berufserfahrung als Pädagoge oder als Therapeut
  • Der Hund wird regelmäßig von einem Tierarzt untersucht, welcher über den Einsatz des Hundes im Bilde ist. Prophylaktische Hygienemaßnahmen am Hund (Ekto- und Endoparasitenbekämpfung), sowie Impfungen werden genau dokumentiert und sind jederzeit am Einsatzort des Hundes einzusehen
  • Hygienemaßnahmen werden für jeden Einsatz des Hundes und für jede Institution festgelegt und auch eingehalten
  • Der Hund verfügt in der Institution über Möglichkeiten sich zurückziehen zu können, wenn er dies möchte
  • Dem Hund wird ein für ihn angepasster Freizeitausgleich angeboten
  • Nach seiner Ausbildung unterzieht sich das Mensch-Hundeteam mindestens alle zwei Jahre einem Qualitätscheck
  • Der Besitzer nimmt regelmäßig an Fortbildungen betreffend der hundegestützten Therapie oder Pädagogik teil
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